Segeln damals & heute

Während der Antike beherrschten die Segelschiffe der Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer das Mittelmeer. 1492 schaffte Kolumbus es mit dem Segelschiff bis in die Neue Welt. Im Anschluss an das Zeitalter der Entdeckungen gehörten die Weltmeere den Handelsschiffen. Manche davon waren hoch wie Häuser. Begehrte Luxusgüter wie Tabak, Zucker und Seide und später Tee wurden nach Europa transportiert. Da Tee schnell verdarb, etablierten sich im 19. Jahrhundert sogenannte „Tee-Rennen„. Sieger wurde der Kapitän des Segelschiffes, der zuerst ein Paket Tee in London auf den Pier warf. Bald mussten die Segelschiffe ihre Vormachtstellung an die neuen Dampfschiffe abgeben. Parallel dazu entdeckten die Engländer Segeln als Sportart für den Adel. In Deutschland startete auf der Kieler Förde 1882 die erste Regatta, aus der die weltberühmte „Kieler Woche“ hervorging. Heute wird Freizeitsegeln immer beliebter. Kleine “Slups” und Daysailer segeln auf Binnengewässern, während hochseetüchtige Yachten und Katamarane auf den Meeren unterwegs sind. Wer kein eigenes Boot hat, kann sich heute für den Urlaub problemlos ein Segelboot chartern.

 

Perfekte Einheit von Mensch, Technik und Natur

Wer einmal mit dem Segeln angefangen hat, kommt davon nicht wieder los. Die Kraft des Windes und die Verbindung von Mensch, Technik und Natur zu spüren gibt ein unglaublich positives Lebensgefühl. Der Leidenschaft des Segelns kann man zum einen auf hoher See im Abenteuer mit den Elementen nachgehen, zum anderen genießen Segler ebenso das Schippern mit dem Boot auf einem ruhigen, malerischen See.

Auf dem Meer muss jeder Handgriff sitzen. Aus Wolken, Wasser und Wind zu lesen und daraus die nächsten Manöver abzuleiten, erfordert strategisches Denken und blitzschnelle Reaktionen. Segeln bedeutet hier immer wieder über sich selbst hinauszuwachsen. Nicht zuletzt fasziniert auch der ästhetische Aspekt des Segelns. Doch selbst in ruhigem Fahrwasser, daheim auf dem See, bleibt Segeln eine Herausforderung. Segler brauchen auf dem Meer sowie auf vielen Binnengewässern einen Segelschein, der in Kursen oder auch während es eines Segelcamps erworben werden kann.

Bis zum Steuern der Hochseeyacht ist es ein weiter Weg mit viel Theorie, Praxis und einer Prüfung. Gelernt wird zunächst auf kleinen Booten. Mit der Übung kommt die Routine und nicht nur die Handgriffe sitzen besser, sondern auch das sogenannte „Seglerlatein“ geht in Fleisch und Blut über.

Die schönsten Ziele für Segeltörns

In Deutschland sind die Nord- und Ostseeküste mit Städten wie Kiel, Rostock oder Stralsund beliebte Segelreviere. Wer es sonniger mag, findet rund ums Mittelmeer ideale Bedingungen zum Segeln vor. Gefragt sind Törns zwischen den Griechischen Inseln, aber auch die Balearen stehen hoch im Kurs. Kroatien wird auch die Karibik des Mittelmeers genannt. Hier lässt sich im Revier um Split und Dubrovnik zwischen kleinen und großen Inseln schippern. Ein Klassiker ist immer noch die Côte d’Azur mit Städten wie Nizza, Cannes und Monte Carlo. Etwas rauer geht es an der Atlantikküste zu, doch erfahrene Skipper schätzen Törns an der Algarve oder zwischen den Kanarischen Inseln. Segler, die das Fernweh packt, finden rund um die Britischen Jungferninseln in der Karibik oder im Herzen des australischen Great Barrier Riffs traumhafte Bedingungen vor. Wo auch immer der Wind die Segel aufbläht – dieses Gefühl von Freiheit, alle Orten erreichen zu können und Richtung Horizont zu reisen macht einfach süchtig.

 

Segelurlaub mit der Familie

Ein Segeltörn ist eine spannende und aufregende Reise, die man natürlich gemeinsam mit seinen Liebsten erleben möchte. Dafür eignen sich am besten geführte Segelurlaube, wo neben dem Schiff auch ein erfahrener Guide zum gebuchten Trip gehört, sodass nicht zwingend Segelkenntnisse vorausgesetzt werden. Der Kapitän des Schiffes segelt den ganzen Trip über mit, lehrt Kindern und Jugendlichen die Grundzüge des Segelns und leitet Familien oder Gruppen durch die hohe See. Aber Achtung! Neben den wunderschönen Momenten auf dem Meer, in denen man den Wind in den Haaren und die Freiheit am ganzen Körper spürt, gibt es auch solche Augenblicke, in denen es einem im wahrsten Sinne des Wortes ‘zum Kotzen’ geht. Seekrank werden ist ein wahrhaftig ernster Aspekt. Falls die ganze Familie sich nach ein paar ruhigen Stunden, nach einem Zimmer größer als eine Kajüte und einem voll ausgestatteten Bad sehnt, empfiehlt es sich in einer Hafenstadt nach einem Stundenhotel Ausschau zu halten. Wenn also tagsüber in einem Hafen angelegt wird, kann zum Beispiel für ein paar Stunden ein Hotel über DayBreak Hotels.com gebucht werden.